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So, jetzt habe ich mich nach ein paar Wochen im meiner beruflichen Fortbildung eingelebt. Im Schnitt bin ich nun neben der Arbeit ein- bis zweimal wöchentlich in der Bayerischen Verwaltungsschule in Nürnberg. Nach dem Ende meiner Erstausbildung vor 14 Jahren werde ich gerade mit wirklich sehr viel Lernstoff konfrontiert, aber auch das sehe ich wie immer sportlich.

 

Sportlich muss ich dagegen etwas runterfahren. Die letzten Wochen bin ich stets ein- bis dreimal wöchentlich gelaufen, habe aber nebenbei einen Kraulkurs bei der VHS in Forchheim begonnen. An sich ist es schon etwas komisch ohne Plan und Vorgaben zu sporteln. Trainieren will ich es gar nicht nennen, da kein konkretes Ziel vorhanden ist.

 

Ziele setze ich mir erstmal auch nicht. Die Prioritäten haben sich halt einfach etwas verschoben. Dennoch trägt jeder Schritt dazu bei, dass etwas Gutes dabei herauskommt. Deswegen genieße ich auch meinen fast täglichen Mittagsspaziergang (siehe Bild).

 

Ich denke, dass ich meine Pläne wie es mit dem Spendenläufer weitergeht Mitte Dezember bekannt geben kann. Da sind die ersten Prüfungen rum und der Kopf (hoffentlich) nicht mehr nur mit der Lernerei gefordert. Ich kann aber schon versprechen, dass es weitergeht. Das neue Konzept ist allerdings noch nicht hundertprozentig durchdacht.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

Euer Parzi

 

P.S. Ich genieße jeden 30minütigen Mittagsspaziergang - bei so einer Heimat ist das aber auch wirklich traumhaft :-)

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An sich möchte ich jährlich mehr als nur etwas über 1000 Kilometer laufen. Alleine schon für die Spendenläufer-Sache, aber mehr geht halt dieses Jahr nicht. Die drei Monate Krankheit, immer wieder kleinere Probleme. So richtig in Fahrt komme ich 2019 nicht.

 

Wenn ich mir vorstelle, dass eine 12wöchige Marathonvorbereitung bis vor zwei Jahren alleine schon über 900 Kilometer umfasste ... Aber Laufen ist glücklicherweise nicht alles.

 

Es macht aber Spaß. Und ist vielleicht sogar eine Sucht. Zumindest ist es eigentlich blöd, wenn man sich neun Tage vor einem Marathon eine Wade zerrt und dennoch darauf hofft und drängt doch noch teilnehmen zu können. Beim Seenlandmarathon bin ich auch noch mit anfliegender Erkältung gestartet und musste erstmals in meinem Läuferleben nach 36 Kilometern abbrechen. Es ging einfach nicht mehr.

 

Ich mache nun mal eine richtige Pause. Zumindest werde ich mich auf keinen Marathon oder Ultralauf gezielt vorbereiten. Ich habe vor kurzem eine zweijährige berufliche Fortbildung begonnen, der ich sehr viel Zeit widmen möchte und auch muss. Des Weiteren bin ich auch noch Trainer der Landesligaherren des SKC´67 Eggolsheim. Das Coachen macht mir sehr viel Spaß und auch dieses Projekt benötigt Zeit.

 

Bei einem Fussballer im Alter von 35 Jahren würde man wohl von Karriereende sprechen, ich bezeichne meine Entscheidung als kurze Laufpause in einem hoffentlich noch langem Sportlerleben. Aber irgendwie braucht mein Körper auch etwas Erholung und die gebe ich ihm nun mit dem berühmten lachenden und weinenden Auge.

 

Mit dem Spendenläufer geht es aber weiter, wenn auch nur in geringem Maße. Aber auch hier lasse ich mir noch etwas einfallen. Man darf gespannt sein.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

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Achtmal habe ich beim Fränkischen-Schweiz-Marathon teilgenommen. Zwar nicht immer über die volle Distanz, aber achtmal war meine Oma an ihrem Schlafzimmerfenster und hat mir zugewunken. Mein Elternhaus ist 100 Meter vom Start und Ziel entfernt.

 

Am Sonntag lief ich zum neunten Mal mit. Diesmal zum dritten Mal 32 Kilometer für eine Staffel. Doch meine Oma war ein paar hundert Meter weiter im Krankenhaus. Über die Urlaubszeit war sie „vorübergehend“ in der Pflegestation. Doch ihre 98 Jahre machten sich nun schon eine Woche lang bemerkbar.

 

Vor dem Lauf war ich noch bei ihr und konnte ihr liebe Worte sagen. Mit einem mulmigen Gefühl ging ich dann zum Start. 6 Minuten bevor es losging kam dann der Anruf aus dem Krankenhaus. Doch ich konnte nichts mehr tun. Die Beziehung mit meiner Oma war sehr innig. Dies hier zu beschreiben wäre allerdings der falsche Ort.

 

Überhaupt davon zu schreiben gehört allerdings für mich zu diesem Lauf dazu. Meinem traurigsten Fränkischen-Schweiz-Marathon.

 

Laut meinem Ultratrainingsplan sollte ich 35 Kilometer in 5:50/km laufen. Aber da dies eine hervorragende Trainingsmöglichkeit in einem Wettkampf darstellte, wollte ich in einer Staffel erneut 32 km laufen. Geplant war es diese in 5:30/km anzugehen.

 

Der emotionale Start war jedoch sehr schnell, zu schnell, aber ich pendelte mich bald bei 5:18/km ein. Nach nicht einmal einem Kilometer lief ich am Krankenhaus vorbei…. Ein Kuss Richtung Oma… Sie lag genau in einem Eckzimmer zur B470 mit Blick auf die Straße.

 

Bitte verzeiht mir hier und heute diesen Text. Vielleicht denkt sich der ein oder andere, dass er nicht gelaufen wäre. Den Gedanken hatte ich auch kurz, aber die Ärztin meinte, dass ich die ersten Stunden nichts machen könnte. Also lief ich diesen Lauf mit den Gedanken und für meine Oma. Sie hat sich immer gefreut, wenn es mir gut geht.

 

Der Lauf an sich war unspektakulär. Ich wollte ja nicht aufs Tempo drücken und musste auch nicht total kämpfen. Hatte ich mal hier und da ein Zwicken bat ich meine Oma um Hilfe. Ich bin zwar nicht wirklich religiös, aber an diesem Tag half es mir irgendwie.

 

Ich sah viele Freunde und Bekannte an und auf der Laufstrecke. Und jedem schenkte ich ein Lächeln oder richtete einen Gruß an ihn. Ob Weilersbach, wieder Ebermannstadt, Gasseldorf, Streitberg oder Muggendorf. Ich versuchte den Lauf trotz allem zu genießen.

 

Nach 32 km übergab ich das Startband an meine Laufkollegin Melanie, die ich noch ein paar Meter durch meine Heimatstraße begleitete. Sie hat es wirklich toll gemacht. Ich bin etwas mehr als 32 km in 5:20/km gelaufen. Sie sorgte mit ihrem Lauf für ein Finish bei 4:06 Stunden. Danach habe ich ihr von meinem Tag berichtet.

 

Laufen ist ein schönes Hobby, man bekommt den Kopf frei. Und in schwierigen Momenten kann man ganz mit sich unter hunderten Menschen sein. Mir geht es gut. Forrest Gump war lange Zeit mein Lieblingsfilm und ich zitiere daraus: „Der Tod gehört nun mal zum Leben dazu.“

 

Ich weiß, dass ich nun jedes Jahr in der Fränkischen für meine Oma laufe. Sie war meine treueste Begleiterin und ich danke ihr für so vieles von ganzem Herzen.

 

Dein Michael/Euer Parzi

Das Bild zeigt mich zwar lächeln, aber innerlich war mir dann doch oft zum Heulen. Ein Daumen nach oben, der rechte Zeigefinger in Richtung Himmel :-(

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Ich war mit meiner Frau zwei Wochen in Holland und konnte viele neue Eindrücke unseres Nachbarlandes gewinnen. Vor allem einen. Laufen ist in den Niederlanden nicht wirklich angesagt. Dafür kann man überall kilometerweite flache Radwege genießen und auch wirklich JEDER ist auf seinem Bike unterwegs.

 

Gleich am ersten Morgen bin ich wunderbare 10 km bei unserem Ferienort Hattem bei Zwolle gelaufen. Bis auf zwei Spaziergänger mit Hund war an sich noch niemand auf den Beinen. Mit Selina war ich die kommenden Tage auch viel wandern. Hier bekam man schon den ein oder anderen komischen Blick eines Radfahrers. Von den Einheimischen erfuhren wir dann, dass an sich niemand geht sondern immer nur das Rad nimmt. Auch eine Strecke von 5 km wird nie „gewandert“. Andere Länder, andere Sitten.

 

Nichtsdestotrotz blieb ich mir treu und lief noch 21 km und auch mal etwas schnellere 15 km. Mit Stadtbesichtigungen der umliegenden Ortschaften kam da schon ordentlich was in die Beine. Wir waren von den Häusern sehr angetan, von der Freundlichkeit, dem guten Essen. Wir ließen es uns richtig gut gehen.

 

Zum Abschluss unseres Aufenthalts waren wir noch vier Nächte in Amsterdam. Hier kam ich erst am letzten Morgen zum Laufen. Amsterdam ist eine Reise wert. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Aber ich schreibe ja keinen Reiseblog, also entdeckt alles am besten selbst.

 

Ich entdeckte aber bei meinem letzten Lauf tatsächlich Gleichgesinnte. Bei Wind und Wetter kamen mir zwei schnelle Läufer entgegen. Das Wetter wurde in dieser Stunde auch besser und auch die Anzahl der Läufer stieg. Endlich, da sind sie. An einer wunderschönen Gracht und einem angrenzenden Park tummelten sich dann doch einige zum Sporteln. Mit diesem Lauf in den Beinen und Sonnenschein endete ein Urlaub, nachdem ich mich endlich fit fühle um wieder einzusteigen. Ziel ist es, Anfang Oktober 50 Kilometer laufen zu können. Ich bin guter Dinge.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

 

Im Urlaub muss man auch mal was lesen. Natürlich geht es ums Laufen :-)

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„Ich würde gerne mal mit dir einfach eine Nacht von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang wandern.“ So oder so ähnlich muss der Satz meines Freundes Tim vor ca. zwei Jahren geklungen haben als ihm diese vielleicht in den ein oder anderen Augen und Ohren verrückt aussehende oder klingende Idee kam.

 

Vor ein paar Wochen wurde es dann ernst, denn das Wetter ist mit den tagsüber heißen Temperaturen und milden Nächten hervorragend für dieses Projekt geeignet. Schnell wurde unser Ziel klar. Ca. 50 Kilometer in 12 Stunden sollten es sein. – von Ebermannstadt nach Vierzehnheiligen im Landkreis Lichtenfels.

 

Am Samstag, 29. Juni fand ich mich bei Tim gegen 19.30 Uhr ein. Mit Getränken und Verpflegung waren wir gut ausgerüstet, die Handys und Laufuhren waren geladen, die Strecke nochmal gecheckt und von meinem Wanderpartner in mehreren DinA3-Seiten super vorbereitet …. und los ging es.

 

Die meisten Höhenmeter waren auf den ersten 20 Kilometern zu absolvieren. Von Ebermannstadt aus ging es durch den Wald am ehemaligen Steinbruch entlang nach Dürrbrunn. Hier nahmen wir allerdings aufgrund eines falsch angebrachten Schildes einen größeren Umweg. In Kalteneggolsfeld angekommen entschieden wir uns erstmals zum Studieren unserer Karte, was von da an jede Stunde praktiziert wurde. Im Notfall half auch mal eine Standortsuche via Handy.

 

Auf dem Weg nach Teuchatz merkte ich plötzlich meine Wade, die sich leicht verfestigte. Sollte diese Wanderung also ein schnelles Ende haben? Wäre schade gewesen, wenn wieder ein negatives Erlebnis in diesem Laufjahr hinzugekommen wäre. Es hat zwar etwas gedauert, aber so ab km 25 war dieses Problem „rausgelaufen“.

 

Im Wald ging es dann einige Höhenmeter abwärts nach Melkendorf, wobei wir wieder einen größeren Umweg liefen. Einmal falsch im Wald abbiegen kostet halt einige Kilometer. Beim Verlassen des Waldes konnten wir einen wunderschönen klaren Sternenhimmel bestaunen. Und auch für Musik war wie so oft in dieser Nacht gesorgt, da anscheinend beim Sportplatz ein Rockkonzert stattfand. Zwar waren die meisten Johannisfeuer in dieser Nacht aufgrund der Dürre ausgefallen, aber die Leute trafen sich dann einfach ohne zu zündeln. 6, 7 solcher Feiern sollten wir passieren. In Melkendorf wurden wir noch von einem Autofahrer mit den Worten „Wer besuffn is, soll heimgehen“ verabschiedet, was ein Running-Gag bei uns werden könnte.

 

Im Landkreis Bamberg wanderten wir durch Litzendorf, Schammelsdorf, Schmerldorf um kurz vor 3 Uhr in Strassgiech beim sogenannten Giecher Bäck anzukommen. Eine Bäckerei/Metzgerei, die täglich um 23 Uhr öffnet und bis in die frühen Morgenstunden an alle möglichen Leute Leberkässpezialitäten aller Art verkauft. Nach dieser Stärkung und mit einer ca. 15minütigen wirklich kurzen Pause ging es weiter.

 

Kurz nach Wiesengiech überquerten wir die A70 (Bamberg-Bayreuth) und durchwanderten wieder mal einen längeren Wald. Kurz vor Windischletten hörten wir schon die Gesangskünste des Feuerbeschauers des anscheinend einzig abgebrannten Johannisfeuers der Landkreise Bamberg/Forchheim.

 

Aufgrund der Distanz, dem Umstand schon so lange auf den Beinen zu sein oder warum auch immer verloren wir bei km 40 irgendwie die Orientierung. Himmelsrichtungen, Karte, Handy… alles war irgendwie nicht so deutlich. Statt an einem Wald links vorbeizulaufen sind wir rechts dran vorbei, dann rein und quer. In der Nachbetrachtung muss man aber auch einfach feststellen, dass dieser angedachte Feldweg wahrscheinlich nicht erkennbar war.

 

Der anbrechende Tag half uns leider in dem Moment nicht wirklich. Nach einer kleinen Übermüdungsphase erreichten wir Kleukheim. Das Ziel Vierzehnheiligen schien uns aber nun auch durch die Umwege etwas zu weit bzw. wollten wir mit dem Zug von Bad Staffelstein nach Hause fahren. Diesen Rückweg hatten wir allerdings nicht kalkuliert, sodass nun der Bahnhof unser finales Ziel sein sollte.

 

Davor kamen wir nach Prächting und stellten kurz darauf fest, dass es zum Bahnhof mindestens weitere sechs Kilometer sind und die Strecke dadurch eh etwas länger wird. Fürs Wandern hatten wir auch ein gutes Tempo an den Tag gelegt.

 

Zum zweiten Mal kamen wir an eine Autobahn. Diesmal die A73 (Bamberg-Lichtenfels) unter der wir hindurchliefen und in Pferdsfeld landeten. Bei mittlerweile Sonnenschein und steigendem Temperaturen erreichten wir Bad Staffelstein. Der Bahnhof liegt in der Nähe der Adam-Riese-Halle und somit im Start-und Zielbereich des jährlich stattfindenden Obermain-Marathons.

 

Unsere Wanderung endete nach 55,6 Kilometern mit 953 Höhenmetern nach 11:54 Stunden. Mit schweren Beinen nahmen wir im Wartebereich Platz nachdem wir uns die Tickets Richtung Heimat besorgten. Mit einer Zugfahrt nach Forchheim und einer Weiterfahrt mit meiner Ehefrau nahm unsere Reise um halb zehn am Morgen ein tolles Ende. Mal schauen, ob unsere unvergessliche, verrückte und nicht alltägliche Wanderung einmalig bleibt.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sportlen!

 

Euer Parzi

 

P.S. Dunkel wars nur knapp 6 bis 7 Stunden -aber mit Stirnlampen kein Problem.